Voraussetzungen für einen Hund
Allgemein

Anschaffung eines Hundes was beachten

In diesem Beitrag soll es darum gehen was vor der Anschaffung eines Hundes oder der Anschaffung eines Welpen beachtet werden sollte. Hier gibt es leider immer noch viel zu viele Menschen, welche sich kaum oder wenig Gedanken darüber machen was es bedeutet einen Welpen zu kaufen oder einen ausgewachsenen Hund zu kaufen. Leider landen diese Tier dann immer wieder im Tierheim oder werden einfach ausgesetzt, weil auf einmal Hunde Probleme entstehen an die vorher nicht gedacht wurde. Deshalb möchte ich hier, für dieses Thema ein wenig sensibilisieren und erklären, was ist bei der Anschaffung eines Welpen zu beachten.

Voraussetzungen für einen Hund

Bevor man sich einen Hund oder Welpen anschafft, sollte man einige wichtige Dinge beachten und sich vor allem Fragen, ob die Voraussetzungen für einen Hund gegeben sind. Hierbei sollte bedacht werden, dass man den Hund nicht nur für ein zwei Jahre, sondern mindestens für 10 Jahre bei sich hat. Natürlich sollte von Vornherein auch geklärt werden, wer sich aus der Familie ganz speziell um den Welpen oder Hund kümmert, wer mit ihm morgens früh, vielleicht noch vor der Schule oder Arbeit, raus geht und wer die anderen Gassirunden übernimmt. Es müssen also diese und andere Voraussetzungen für einen Hund gegeben sein. All diese Fragen und noch viele andere sollten also, bevor wir einen Welpen kaufen geklärt werden. Worauf ich nun im Detail weiter eingehen werde.

Möchte ich einen Hund oder Welpen kaufen, sind also folgende Dinge zu beachten

  • Habe ich genug Platz?
  • Habe ich genug Zeit für einen Welpen oder Hund?
  • Kann ich die laufenden Kosten tragen? (Futter, Tierarzt, ect.)
  • Sind Allergien vorhanden?
  • Erlaubt es der Vermieter?
  • Woher bekomme ich einen Hund? (Tierheim oder Züchter)
  • Wie finde ich einen guten Züchter?
  • Was kostet der Hund allein in der Anschaffung?
  • Welcher Hund passt zu mir? (Groß oder klein)
  • Welche Hunderasse passt zu mir?
  • Passt die allgemeine Umgebung?
  • Haben Familienangehörige Angst vor Hunden?

Die Wohnung oder das Haus – Habe ich genug Platz?

Natürlich steht wohl an erster Stelle bei der Frage „Anschaffung eines Hundes was beachten?“ die Frage, ob der zur Verfügung stehende Platz für einen Welpen oder Hund ausreicht. Da meine Familie und ich, früher einen Hund aus dem Tierheim hatten und ihn im Haus gehalten haben, war der Platzbedarf eigentlich nebensächlich. Jetzt, wo ich in einer 3 Zimmer-Wohnung wohne, stellte sich mir ebenfalls die Frage, ob der Platz überhaupt ausreicht. Da ich aber zum Glück nur 2 Minuten Fußweg bis zum Park habe, habe ich mich dazu entschieden, im Herbst einen Welpen zu kaufen. Natürlich kommt es dann aber immer noch darauf an, wie groß der ausgewachsene Hund später ist. Dies sollte man auf jeden Fall mit Bedenken. Je größer also der Hund wird, um so größer sollte auch der zur Verfügung stehende Platz sein. Für eine normale zwei bis drei Zimmer Wohnung sollte der Hund, denke ich, also nicht mehr als 50-55cm Schulterhöhe erreichen. Hinzu kommt, dass man hier auch noch zwischen Stadt- und einer Wohnung auf dem Land unterscheiden sollte. Wo ich auf dem Land viel Platz habe, Wiesen und Felder zur Verfügung stehen, kann dies in der Stadt schon schwierig werden. Für eine Wohnung in der Stadt würde sich dann eher ein kleinwüchsiger Hund eignen.

Wie viel Zeit benötigt ein Hund oder Welpe?

Wenn wir einen Welpen kaufen benötigt dieser grade in den ersten Wochen viel Zeit. Deshalb, weil sich der Welpe zu diesem Zeitpunkt in der Welpen Sozialisierungsphase befindet und erst vor kurzem von seinem Rudel getrennt wurde. Das bedeutet, dass der Welpe sich erstmal an sein neues Rudel und die neue Umgebung gewöhnen muss. Da der Welpe noch nicht ganz stubenrein sein wird, muss außerdem immer jemand Zuhause sein, der den Welpen nach draußen bringen kann. Damit wir den Welpen stubenrein bekommen, gibt es außerdem ein paar einfache Dinge zu beachten, die aber leicht umzusetzen sind. Die üblichen Gassirunden werden in dieser Zeit noch nicht so groß ausfallen, da der Welpe noch nicht so weit laufen sollte, um Probleme mit dem Skelettaufbau zu vermeiden. In dieser Zeit sollte der Welpe auch nicht länger als eine halbe Stunde allein sein, dies würde sonst zu viel Stress für den kleinen bedeuten. Den Welpen alleine lassen kann man später auch noch üben, wenn er mit seiner neuen Familie vertrauter ist oder sogar schon einen kleinen Augenblick allein bleiben kann. Am besten wäre es also, wenn sich ein Familienmitglied für zwei bis drei Wochen Urlaub nimmt, damit sich der Welpe in aller Ruhe und ohne Stress an seine neue Umgebung und Familie gewöhnen kann. Aber auch wenn der Hund ausgewachsen ist, benötigt dieser Zeit.

So gehören zu den täglichen Aufgaben zum Beispiel

  • Gassigehen
  • mehrmals täglich füttern
  • den Hund geistig, sowie körperlich beschäftigen
  • Körperpflege & Fellpflege (dies eventuell auch nur wöchentlich)

Ein Hund ist also kein Lebewesen, welches man sich einmal anschafft und welches sich dann allein beschäftigt. Hund möchten bei allem dabei sein und möglichst viel Zeit mit ihrer Familie verbringen.

Welcher Welpe passt zu mir oder welcher Hund passt zu mir?

Kann ich die Voraussetzungen für einen Hund erfüllen und habe ich genügen Zeit und Platz für einen Welpen oder ausgewachsenen Hund, stellt sich noch die Frage, welcher Welpe ist der richtige für mich und welche Hunderasse passt zu mir?

Diese Fragen sind eigentlich einfach zu beantworten, wenn man die Voraussetzungen für einen Hund beachtet. Sollte also wenig Platz zur Verfügung stehen kann man keinen Appenzeller Sennenhund in seiner 3 Zimmer Wohnung halten, dies sollte von vornherein klar und selbstverständlich sein.

Doch wie finde ich nun den richtigen Hund und vor allem welche Rasse sollte es sein?

Dies hängt erst einmal natürlich von der eigenen Erfahrung, die man bereits mit Hunden gesammelt hat, ab. Als Hundeanfänger sollte ich keinen Hund wählen, welcher sehr viel beschäftigt und viel geistige Auslastung benötigt. Da solche Hunderassen bei Unterforderung stark dazu neigen sich selbst eine Beschäftigung zu suchen, was nicht immer mit unserem Verständnis einer sinnvollen Beschäftigung einhergeht. So fangen solche Hunderassen beispielsweise an, bei Unterforderung Verhaltensauffälligkeiten zu zeigen. Dies können vermehrtes bellen, Schatten jagen oder auch einfach nicht auf ihren Hundehalter hören, sein. Solche Probleme können dann schnell überfordern und sollten daher versucht werden zu vermeiden.

Als Hundeanfänger bietet es sich auch nicht an, so schön die Vorstellung auch ist, gleich als erst Hund einen Welpen bei sich aufzunehmen. Welpen brauchen klare Strukturen, eine konsequente Erziehung und klare Regeln. Werden diese Dinge nicht oder nur teilweise eingehalten, ist es nicht auszuschließen, dass solche Hunde später schwierig werden und Problemverhalten zeigen, welches nur schwer wieder in den Griff zu bekommen ist, da von Anfang an etwas falsch gemacht wurde. Als Hundeanfänger würde es sich also anbieten einen Hund aus dem Tierheim oder von Privat zu übernehmen. Diese „älteren“ Hunde sind meistens bereits gut erzogen und hören auf ihren Besitzer. Natürlich gibt es aber auch hier Ausnahmen und man sollte den auserwählten Hund erstmal gut kennenlernen bevor man sich dazu entscheidet ihn bei sich aufzunehmen. Oft entwickeln solche Hunde auch erst eine Verhaltensauffälligkeit, wenn sie bereits bei ihren neuen Besitzern sind. Deshalb ist es auch so wichtig, diesen Hund vorher kennengelernt zu haben und keine Entscheidung aus dem Bauch heraus zu treffen. Sollten dennoch Probleme entstehen und man ratlos sein, erfährt man hier, wie man Problemhunde erziehen kann.

Die Frage, welcher Hund passt zu mir oder welche Hunderasse passt zu mir, ist also nicht ganz einfach zu beantworten. Hier sollte man gut überlegen und vor allem beachten ob man Hundeerfahrung hat oder nicht. Hinzu kommt die Lebenssituation, in welcher man sich befindet und was man mit seinem Hund machen möchte. Eine junge Familie wählt dementsprechend eine andere Hunderasse als ein älteres Ehepaar und ein sportlich aktiver Mensch wählt wiederum eine andere Rasse als ein Mensch, der eher weniger aktiv unterwegs ist.

Um es an meiner Person zu verdeutlichen würde ich es folgendermaßen beschreiben.

Ich wohne zusammen mit meiner Frau in einer 85 qm drei Zimmer Wohnung. Wir sind beide berufstätig, meine Frau vormittags und ich arbeite im Schicht-System. Folglich wäre der Hund nur maximal vier bis wenn überhaupt fünf Stunden allein. Wir haben in unmittelbarer Nähe einen großen Park und viel Wald und Wiesen zur Verfügung wo wir mit dem Hund spazieren und ihn auslasten könnten. Außerdem fahren wir bei schönem Wetter gerne Fahrrad und würden dies auch gerne mit dem Hund tun, wenn er älter ist. Wir besuchen regelmäßig den Park und würden den Hund auch dort mit hin nehmen, um mit ihm zu spielen. Da ich früher sehr viel sportlich aktiv war, nur leider wegen der Arbeit keine große Motivation mehr dazu habe, noch in einem Sportverein tätig zu sein, möchte ich dies dann mit meinem Hund tun. Da wir den Park in der Nähe haben und ich Dog Frisbee interessant finde, würde ich dies als Aktivität mit meinem Hund bevorzugen. Da wir früher bereits einen Hund hatten und ich dementsprechend Erfahrung habe würde ich einen Welpen kaufen, vorziehen. Außerdem bin ich ein Mensch, der gerne alles selber macht und nicht gerne von anderen und ihren Leistungen profitiert, weshalb ich einen Welpen auch lieber von klein auf selber aufziehen würde. Dementsprechend würde ich dann auch eine Hundeschule und das Angebot einer Online Hundeschule wie diese von Johanna Esser nutzen, um meinen Welpen ergänzend und ortsunabhängig trainieren zu können. Zusätzlich möchte ich einen Hund, der schnell lernt, sehr aufmerksam und aufgeweckt ist, den ich durch gute Erziehung überall mitnehmen kann und welcher überall mit Begeisterung dabei ist. Deshalb habe ich mich für die Rasse Mini Australia Shepherd entschieden. Einen Mini deshalb, weil wir wie gesagt nur in einer Wohnung wohnen und kein Haus mit Garten zur Verfügung haben.

Wie finde ich einen guten Züchter oder ein gutes Tierheim?

Die Anschaffung eines Welpen oder Hundes will wie gesagt gut überlegt sein, gerade wenn man bei einem Züchter einen Welpen kaufen möchte, sollte man diesen vorher gut kennenlernen. Aber auch bei einem Tierheim sollte dies Voraussetzung für einen Hund sein, bevor man sich für einen entscheidet. Nun stellen sich wieder einmal viele Fragen, welche alle beantwortet werden wolle


Wie finde ich einen guten Züchter?

  • Eigentlich ist dies im Zeitalter von Internet und Google schnell beantwortet, denkt man! Als erstes würde man vermutlich den Namen der Hunderasse oder ähnliches bei Google eingeben, vielleicht noch mit dem Zusatz des Wohnortes, in dem man lebt. Aus diesen Ergebnissen bekommt man schon eine grobe Übersicht. Nun kann man alle relevanten Seiten durchgehen, hier merkt man meistens schon oft und sehr schnell welcher Züchter seriös wirkt und welcher nicht. Hat man nun die Auswahl eingegrenzt, setze ich mich mit dem Züchter in Kontakt, telefonisch oder per Mail ist einem hier selbst überlassen. Im Anschluss an ein Telefonat hat man natürlich einen noch besseren Eindruck und merkt meistens sofort ob einem der Gegenüber sympathisch ist oder nicht. Dies wären für mich die ersten Entscheidungskriterien. Als nächstes sollte man den Züchter unverbindlich besuchen können, um sich ein genaues Bild über seine Hunde und die Räumlichkeiten machen zu können.

Woran erkenne ich einen guten Züchter

Ehrlich, offen und zuvorkommend

  • Ein guter Züchter ist vor allem ehrlich und redet nichts schön. Er spricht auch die Nachteile seiner Rasse an und gibt Tipps wie man mit diesen umgeht. Auch rät er einem nicht geeigneten Interessenten vom kauf dieser Rasse ab. Des Weiteren kennt ein seriöser Züchter die häufigsten Fragen, mit denen man konfrontiert wird und welche Voraussetzungen für einen Hund gegeben sein sollten, sollte man die Anschaffung eines Welpen in Betracht ziehen. Er beantwortet diese Fragen aber mit aller Gelassenheit und beantwortet die Fragen meist schon bevor man sie gestellt hat.

Hunde leben mit im Haus

  • Die Hunde eines Züchters sollten alle mit bei ihm im Haus leben. Da die Welpen bei der Mutter aufwachsen müssen, sollte kein Rüde im Haus leben. Da dieser die Hündin ständig bedrängen könnte, um sich weiter fortzupflanzen. Außerdem sollten auch die späteren Welpen mit im Haus leben und dort aufwachsen dürfen. Dies ist besonders für deren Entwicklung wichtig und unerlässlich. Ein seriöser Züchter weiß dies und würde seine Welpen nie getrennt vom sozialen Mittelpunkt aufwachsen lassen.

Ein gutes Beispiel hierfür habe ich bei der Züchterin von Colour Pearls gesehen, hier haben die Welpen eine eigene Wurfkiste, in der sie die ersten Lebenswochen mit der Mutter verbringen.

Anschaffung eines Welpen, Welpen kaufen

Regelmäßige Besuche

  • Ein guter Züchter möchte seine Interessenten natürlich vorher, noch bevor die Welpen zur Welt kommen, kennenlernen. Dies sollte unbedingt wahrgenommen werden, denn so kann man alles in Ruhe besprechen und die Mutterhündin kennenlernen. Bei diesen Besuchen merkt man auch bereits ob einem der Züchter positiv zusagt oder nicht. Sollte dies nicht der Fall sein, so sollte man sich lieber einen anderen suchen. Wenn die Welpen dann zur Welt gekommen sind, werden die ersten besuche erst möglich sein, wenn die Welpen drei bis vier Wochen alt sind. Ab da werden gute Züchter regelmäßig Kontakt mit Interessenten halten und auch gelegentliche Gassirunden veranstalten in denen sich alle noch besser kennenlernen und wo man vor allem die Bindung zu seinem Welpen bereits aufbauen kann.

Papiere, Untersuchungen und sonstiges

Nachdem man sich für einen Welpen entschieden hat und diesen vielleicht bereits mit einer Anzahlung reserviert hat, bekommt man von einem Züchter sämtliche Unterlagen ausgehändigt. Diese Unterlagen sollten folgendes beinhalten.

  • Hundeausweis
  • alle Untersuchungen der Welpen
  • alle Untersuchungen und Auswertungen der Elterntiere in Kopie
  • Kaufvertrag
  • Registrierung des Welpen beim zuständigen Verband

Welpenzubehör

Viele, oder alle Züchter geben ihrem Schützling eine kleine Ausstattung mit ins neue Heim. Dies soll es dem Welpen leichter machen und das Heimweh ein wenig lindern. In dieser Box sind neben den Unterlagen auch Leine, Halsband, eine Decke oder ein Kuscheltier mit den Gerüchen der Mutter und der Geschwister und Futter für die ersten Wochen vorhanden. Dies aus dem Grund, weil der Umzug schon genug Stress für den Welpen bedeutet und dann nicht noch eine Futterumstellung stattfinden sollte.

Wenn man diese Dinge nun bei der Anschaffung eines Welpen und beim Welpen kaufen beachtet, sollte eigentlich nichts schiefgehen. Natürlich gibt es aber auch hier schwarze Schafe, welche sich einfach nur an den Welpen bereichern wollen und denen die Gesundheit der Tiere kaum bis gar nicht am Herzen liegt. Von solchen „Züchtern“ sollte man generell Abstand halten und diese am besten noch beim Tierschutz melden.

Kann ich die laufenden Kosten tragen? Welpen anschaffen kosten!

Welpen anschaffen kosten

Egal ob der Hund aus dem Tierheim oder von einem Züchter kommt, die Anschaffung eines Welpen oder ausgewachsenen Hundes ist nie günstig. Möchte man einen Hund aus dem Tierheim bei sich aufnehmen, bezahlt man hier lediglich eine kleine Schutzgebühr. Diese kann zwischen 200€ und 400€ betragen. Möchte man allerdings einen Welpen kaufen, welcher alle nötigen Papiere, Untersuchungen und Auswertungen hat, der ist bei einem Züchter gut aufgehoben. Allerdings hat Qualität auch ihren Preis und die Anschaffung eines Welpen ist nicht sonderlich günstig so dass man hier für einen reinrassigen Welpen schon mal 1500€ bezahlen muss. Dies hört sich nun erstmal viel an, ist aber wie ich finde durchaus gerechtfertigt. Der Züchter kümmert sich ausgiebig um seine Schützlinge, lässt sie regelmäßig von einem Tierarzt untersuchen und sorgt dafür, dass die kleinen in ihrer Welpenentwicklung gut voran kommen. Hier sollte man definitiv nicht am falschen Ende sparen. Natürlich haben aber auch die Hunde aus dem Tierschutz ihre Daseinsberechtigung und diese Hunde wollen auch vermittelt werden. Hin und wieder kann es aber vorkommen, dass diese Hunde Probleme bereiten, hier kann man dann aber mit einer konsequenten Erziehung entgegen wirken.

Hat man sich nun für einen Welpen oder Hund entschieden, ob vom Züchter oder aus dem Tierheim, kommen nun noch weitere kosten auf einen zu. So sollte man bedenken, dass der Welpe oder Hund bei der zuständigen Gemeinde angemeldet werden muss. Hat man sich für einen größeren Hund (ab 40 cm Schulterhöhe) entschieden, steht außerdem der Sachkundenachweis für Hunde an. Hinzu kommt dann noch eine Hunde Haftpflichtversicherung, welche nicht vergessen werden sollte. Wer möchte kann dann auch gleich eine Hunde Krankenversicherung abschließen. Diese übernimmt oder erstattet zu einem gewissen Teil die Tierarztkosten und ist bei älteren Hunden, welche vielleicht operiert werden müssen, nicht verkehrt.

Hundesteuer, Hundehaftpflicht

Die obligatorischen Kosten wie Hundesteuer, Hundehaftpflicht- und Hundekrankenversicherung betragen dann folgende Beträge

  • Hund bei der Gemeinde melden ca. 25€ Bearbeitungsgebühr aber je nach Gemeinde unterschiedlich
  • Hundesteuer jährlich zwischen 90€ und 150€ für nicht gefährlich eingestufte Rassen
  • Bei gefährlich eingestuften Rassen kann die Hundesteuer jährlich bis zu 600€ betragen
  • Die Hundehaftpflichtversicherung kostet jährlich zwischen 40€ und 140€, dies ist je nach Leistungsumfang sehr unterschiedlich und hier würde ich gründlich vergleichen, um nicht zu viel bezahlen zu müssen

Tierarztkosten, Hundekrankenversicherung

Natürlich muss der Hund auch regelmäßig zum Tierarzt, hier wird dieser dann alle drei bis sechs Monate entwurmt. Wer möchte kann auch alle vier Wochen eine Stuhlprobe bei seinem Tierarzt abgeben und so feststellen lassen, ob eine Wurmkur überhaupt nötig ist. Medikamente stellen immer eine Belastung für den Körper des Hundes dar und sollten nur, wenn wirklich nötig eingesetzt werden. Hat der Hund also keine Würmer oder andere Parasiten kann man ruhig von einer Behandlung absehen. Zusätzlich braucht der Hund dann noch regelmäßig ein Mittel gegen Zecken und Flöhe, welches in das Nackenfell geträufelt wird und dort einwirken kann. Dieses Mittel kostet je nach Marke auch nochmal zwischen 10€ und 25€.

  • Wurmkur nach Bedarf 20€-40€
  • Zecken- und Flohkur 10€-25€
  • 6-fach Impfung 50€-70€ (wird jährlich bis alle drei Jahre aufgefrischt)
  • Grundimmunisierung beim Welpen zwischen der 4. und der 12. Lebenswoche (Kosten je nach Impfstoff unterschiedlich)

Aber auch hier gibt es wieder eine Alternative in Form eines Bernsteinhalsbandes. Dieses Halsband ist aus Bernstein gefertigt und der Hund trägt es zum Beispiel immer, wenn er nach draußen gelassen wird. Dieses Halsband erzeugt durch die Reibung am Fell des Hundes eine statische Aufladung, welche wir Menschen oder unser Hund nicht wahrnehmen. Diese leichte elektrische Aufladung verhindert dann, dass der Hund nicht von Flöhen oder Zecken befallen wird. Das Halsband ist in verschieden Größen erhältlich und somit kann für jeden Hund das richtige gefunden werden. Um die Suche zu erleichtern und zu veranschaulichen habe ich hier ein solches Halsband verlinkt.

Wenn wir einen Welpen kaufen und diesen bei uns aufnehmen, ist er bereits mindestens acht Wochen alt. Das heißt, dass er mindestens schon eine Impfung für die Grundimmunisierung erhalten hat und bereits gechipt wurde. Unsere Aufgabe ist es dann die meist letzte Impfung der Grundimmunisierung nach vier Wochen zu unternehmen. Die Impfungen müssen dann je nach Impfstoff einmal jährlich oder alle drei Jahre aufgefrischt werden. Hinzu kommt dann noch eine so genannte Kombi Impfung gegen Tollwut, Staupe, ect. diese werden unterschiedlich oft, im Abstand von 1-3 Jahren aufgefrischt. Um einen noch genaueren Überblick, so wie die Auffrischungsabstände zu bekommen, ist dieser Artikel über den Impfschutz des Hundes sehr interessant. Hier wird auch gezeigt in welchen Abständen geimpft werden sollte. Hat man für seinen Hund eine Hundekrankenversicherung abgeschlossen, werden die Kosten für Impfung zum Teil von der Versicherung übernommen. Hier hat man je nach Hundekrankenversicherung entweder einen bestimmten Prozentsatz oder einen gewissen Betrag, den man erstattet bekommt nachdem man die Rechnungen bei der Versicherung eingereicht hat. Manche Versicherungen übernehmen die Impfkosten auch vollständig und hier sollte man sich ausführlich informieren.

Welpenerstausstattung oder was braucht man alles für einen Welpen?

Neben den Versicherungs- und Tierarztkosten soll sich unser Hund oder Welpe natürlich auch in seinem neuen Zuhause wohlfühlen. Hierfür benötigen wir ein paar Utensilien, welche selbstverständlich sein sollten. Neben einem Halsband und einer Leine benötigt unser Hund Fress- und Trinknäpfe, Spielzeug, Bürsten, Kämme, Schere für die Fellpflege und ein Körbchen oder eine Decke. Wollen wir unseren Welpen im Auto transportieren, bietet es sich an für diesen Zweck eine Hundetransportbox zu kaufen und den Welpen frühzeitig an diese Box zu gewöhnen damit er sie mit positivem verbindet. Was man alles für einen Welpen braucht kann man hier zusätzlich nachlesen. Die Kosten für die Erstausstattung belaufen sich dann wie folgt.

  • Leine & Halsband ca. 20€-60€
  • Trink- und Fressnapf ca. 15€-35€
  • Körbchen oder Decke ca. 40€-80€
  • Spielzeug ca. 5€-30€
  • Hundetransportbox ab 35€
  • Fellpflege ab 35€

Um dir die Übersicht aller wichtigen Dinge für die Anschaffung eines Hundes zu erleichtern, habe ich für dich eine „Hund anschaffen – Checkliste“ zusammen gestellt, welche ich dir in der Sidebar, nach Eintragung deiner E-Mail Adresse zur Verfügung stellen möchte.

Fazit

Wie man sieht, ist die Anschaffung eines Welpen oder ausgewachsenen Hundes nicht mal eben so zu entscheiden. Man übernimmt hier die Verantwortung eines Tieres über einen großen Zeitraum hinweg und sollte sich deshalb gut überlegt haben, ob man dieser Verantwortung gewachsen ist und die Voraussetzungen für einen Hund erfüllen kann. Leider gibt es immer noch viele Menschen, welche sich zu wenig Gedanken darüber machen, welche Verpflichtungen ein Hund oder Welpe mit sich bringt. Einen Welpen kaufen bedeutet, Verantwortung und Verpflichtung, welche nicht unterschätzt werden darf.

Aus diesem Grund hoffe ich mit diesem Beitrag ein wenig Aufklärungsarbeit geleistet zu haben und zu erreichen, dass die Anschaffung eines Welpen oder Hundes nicht auf die leichte Schulter genommen werden sollte. Es würde mich daher freuen, wenn sich mehr Menschen vorher Gedanken über eine solche Anschaffung machen würden. Dies würde dann auch unseren Hunden zugutekommen.

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