Die Prägephase beim Welpen

 

Prägephase beim Welpen die Prägungsphase beim welpen

Die Prägungsphase des Welpen ist eine der entschiedensten Abschnitte der Welpenentwicklung. Sie erstreckt sich vom Anfang der vierten bis circa der achten Lebenswoche. Damit der Züchter den Welpen prägen kann sollte er verschieden Dinge kennenlernen und diese positiv in seinem Gehirn abspeichern. Der Welpe ist in dieser Zeit sehr aufnahmefähig und wird ganz besonders durch die Vorgänge in seiner Umgebung geprägt. Wenn sie ihren Hund also von einem Züchter kaufen, achten sie besonders gut darauf, dass der Züchter den Welpen gut prägen konnte und ihm viele Dinge gezeigt hat. Denn alles was in dieser Zeit positiv wie auch negativ im Gehirn gespeichert wird, bleibt auch dort für das restliche Hundeleben.

Was passiert also bei der Welpenprägung im Gehirn?

In der Zeit der Prägephase entstehen im Gehirn viele neue neuronale Verbindungen. Dies bedeutet, dass in dieser Zeit viele Nervenzellenenden miteinander eine Verbindung eingehen. Alles was der Welpe also in dieser Zeit kennenlernt wird tief in seinem Gehirn gespeichert und ist sein gesamtes Hundeleben lang abrufbar. Deshalb ist es enorm wichtig, dass der Züchter dem Welpen in dieser Zeit besonders viele Dinge zeigt um ihn so positiv darauf zu prägen. Dies können zum Beispiel verschiedene Untergründe, Geräusche aber auch unterschiedliche Menschen und Tiere sein. Hauptsächlich sollte der Züchter aber versuchen negatives zu vermeiden und Positives zu fördern.

In der Welpenprägung ist dies eine besonders sensible Zeit, da alles positive sowie negative sofort im Gedächtnis es Welpen verankert bleibt. Wird bei dem Hund also in dieser Zeit der Schmerz- oder Schreckreflex ausgelöst, ist es sehr wahrscheinlich das der Hund dieses Erlebniss Lebenslang mit etwas negativen Verknüpft. Deshalb ist es von besonderer Bedeutung, dass die Prägungsphase beim Welpen viele positive Erlebnisse, vielleicht sogar mit seinem Menschen enthält.

Was ist in der Prägephase beim Welpen wichtig?

An dieser Stelle können wir natürlich sagen, dass alle positiven Erlebnisse wichtig für den Welpen sind. Natürlich lassen sich diese Erlebnisse noch genauer definieren. In diesen vier bis fünf Wochen ist es wichtig, dass sich der Züchter intensiv mit seinem Wurf auseinandersetzt. Denn er hat jetzt die Verantwortung dafür, was seine Welpen kennenlernen und welche Erfahrungen sie sammeln. In dieser Phase der Entwicklung sollten Welpen schon verschiedene Untergründe, wie Sand, Gras, Stein usw. kennenlernen damit sie sich sicher auf ihnen bewegen können. Ein seriöser Züchter hat seine Welpen immer bei sich in der Wohnung oder im Haus, was bedeutet das die Welpen auch verschiedene Alltagsgeräusche kennenlernen. Das können die Türklingel, Musik oder der Staubsauger sein. Natürlich sollten die Welpen in der Welpenprägung auch unterschiedliche Menschen und Tiere kennenlernen. Viele Züchter haben außer ihrer Welpen noch andere Haustiere, was für deren Prägung natürlich ideal ist weil die Welpen sich so gleich an andere Tiere gewöhnen.

Erstkontakt der zukünftigen Halter

Da sie als Halter relativ wenig Einfluss auf seine Erziehung und Entwicklung in den ersten Wochen haben, ist es wichtig ein wenig Kenntnis davon zu haben wie sich ein gut sozialisierter Welpe verhält.

Welpen sind von Natur aus neugierig und wollen alles kennenlernen, auch uns Menschen. Ein gut sozialisierter Welpe wird neugierig auf Sie zugehen und sie beschnüffeln und versuchen an ihren Schnürrsenkeln zu ziehen. Er wird sich ohne Probleme streicheln und auf den Arm nehmen lassen. Daran erkennen wir sofort, dass er guten Kontakt zu Menschen hatte.

Natürlich gibt es auch die etwas unsicheren Welpen, die sich erstmal etwas zurückhalten und nicht sofort auf uns zustürmen. Dies muss aber nicht bedeuten, dass der Welpe während der Welpenprägung schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht hat. Er ist einfach nur ein ruhigerer Vertreter seiner Rasse und mit etwas Feingefühl und Ermutigung lässt sich auch dieser kleine Kerl vom Gegenteil überzeugen.

Was ist aber wenn sie auf den Welpen zugehen und er geduckt den Rückwärtsgang einlegt und sich irgendwohin flüchtet? Dann kann ich ihnen sagen, dass dieser Welpe ganz bestimmt schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht hat und sie sollten sich an dieser Stelle lieber einen anderen Züchter suchen. Genau das gleiche gilt wenn sie den Welpen streicheln möchten und er versucht diesen Kontakt unbedingt zu vermeiden.

Ein seriöser Züchter würde diese Probleme in der Prägungsphase erkennen und behutsam und mit viel Einfühlungsvermögen versuchen den Welpen in die richtige Richtung zu lenken. Den Kontakt zu Menschen würde er dann behutsam mit Streichelübungen und der gleichen trainieren um langsam den Kontakt zum Welpen aufzubauen.

Das Ende der Prägungsphase beim Welpen

Am Ende hat der Welpe also viele neue Erfahrungen und Eindrücke gesammelt. Er ist an verschiedene Menschen und Tiere gewöhnt und zeigt keinerlei Ängste mehr vor ihnen. Er sollte weiterhin allem neuem gegenüber neugierig und aufgeschlossen sein. Im Garten hat der Welpe bereits verschiedene Untergründe kennengelernt und kann auf ihnen laufen. Vielleicht hat er auch schon wackelige Untergründe kennengelernt und steht auf ihnen sicher. Er kennt die Alltagsgeräusche und kann mit ihnen ohne Probleme umgehen. Vielleicht schaut er noch ab und zu neugierig in ihre Richtung, dies aber ohne ängstlich zu wirken. Nach Ende der Welpenprägung beginnt nun, mit Anfang der achten Woche eine weitere Entwicklungsphase beim Welpen, die Sozialisierungsphase.

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