Grundkommandos für welpen
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Grundkommandos für Welpen

Kommandos für Welpen

Grundlagen der Welpenerziehung

Bevor wir mit dem Training und der Erziehung unseres Hundes bzw. Welpens beginnen können sollten wir uns einige wichtige Dinge vor Augen halten, die es gilt bei der Welpenerziehung zu beachten um Fehler zu vermeiden.

  • Richtiges Verhalten sofort belohnen

In der Hundeerziehung ist es sehr wichtig richtiges Verhalten sofort zu belohnen. Unser Hund beziehungsweise Welpe, lernt durch positive Bestätigung. Das heißt, sobald unser Hund ein gewünschtes Verhalten zeigt, haben wir maximal 2 Sekunden Zeit dieses Verhalten zu belohnen. Unser Hund wird sich dies merken und das gewünschte Verhalten nun öfter zeigen, weil es sich in seinen Augen für ihn lohnt. Nun dürfen wir dies aber nicht mit unerwünschten Verhalten verwechseln! Sollten wir dies versehentlich belohnen wird unser Hund auch dieses Verhalten weiterhin zeigen.

  • Falsches Verhalten ignorieren

Sollte unser Hund ein in unseren Augen falsches Verhalten zeigen, ist es ganz wichtig, dass er durch uns keine Bestätigung durch unsere Aufmerksamkeit bekommt. In diesem Fall wäre es nämlich so, dass sich unser Hund, durch sein in diesem Fall, falschen Verhalten bestätigt fühlt weil wir ihm unsere Aufmerksamkeit schenken. Tut unser Hund oder Welpe nun ein unerwünschtes Verhalten ist es wichtig, dass wir ihn in dieser Situation ignorieren indem wir uns von ihm abwenden oder sogar für ein paar Minuten den Raum verlassen.

  • Den Hund richtig motivieren

Wie bei uns Menschen, ist es bei unseren Hunden nicht anders. Wir und auch unsere Hunde tun etwas am liebsten wenn die Motivation groß genug ist. Nun stellt sich die Frage, wie motiviere ich meinen Hund am besten? Das klappt natürlich am ehesten mit Leckerlis, aber auch sein lieblings Spielzeug oder verbales Loben können für unseren Hund eine große Motivation darstellen. Ein Hund tut etwas nur weil er weiß, dass ihn am Ende etwas erwartet bzw. weil er gelernt hat, dass sein korrektes Verhalten belohnt wird. Wir Menschen gehen ja schließlich auch nicht nur zur Arbeit weil die Kollegen so nett sind, sondern weil wir am Ende des Monats dafür bezahlt werden

Weiterführende Literatur

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10 goldene Regeln der Hunde- und Welpenerziehung

Damit es mit der erfolgreichen Erziehung unserer Hund klappt, sollten wir uns an ein paar Grundregeln halten. Wenn wir diese 10 Regeln beachten sollte unsere Erziehung von Erfolg gekrönt sein und der Umgang mit unserem Hund sollte dann sehr viel harmonischer ablaufen.

  • Das Timing

Wie oben bereits erklärt, ist das Timing in der Welpenerziehung besonders wichtig. Das Timing entscheidet dementsprechend über Erfolg oder Misserfolg! Wenn wir das Verhalten unseres Hundes nicht innerhalb von 2 Sekunden bestätigen wird er die Belohnung nicht mehr mit seinem Verhalten verknüpfen können.

  • Recourcen

Belohne deinen Hund mit entsprechenden Recourcen. Dies können zum Beispiel Leckerlis, aber auch Spielzeug oder Streicheleinheiten sein. Finde heraus, worauf dein Hund oder Welpe besonders abfährt und belohne sein richtiges Verhalten dann damit. Sorge dafür, dass dein Hund nicht ständig Zugang zu diesen Dingen hat damit sie einen hohen Stellenwert behalten.

  • Belohnen

Belohne richtiges Verhalten umgehend und konzentriere dich darauf. Falsches oder unerwünschtes Verhalten darf auf keinen Fall belohnt werden.

  • Belohne variabel

Ändere ab und zu die Art der Belohnung. Also belohne nicht immer das selbe richtige Verhalten mit der selben Belohnung. Auf diese Weise hältst du die Motivation deines Hundes aufrecht weil er nie weiß was als Belohnung folgt. Und folglich wird er dann auch nicht das Interesse daran verlieren eine Übung so gut er kann auszuführen.

  • Ignoriere falsches Verhalten

Sollte unser Hund ein für uns falsches Verhalten zeigen, ist es das einzig richtige ihn in dieser Situation zu ignorieren um ihn nicht in seinem Verhalten zu bestätigen. Bekommt ein Hund für sein falsches Verhalten keine Aufmerksamkeit, wird er dieses Fehlverhalten bald einstellen weil es sich nicht für ihn lohnt.

  • Du pfeifst und er tanzt

Viele Menschen versuchen ihrem Hund alles recht zu machen und betüddeln ihn den ganzen Tag. Der Hund wird jedes Mal diese Aufmerksamkeit fordern und auch bekommen. Weil wir irgendwann von seinem auf der Nase herum tanzen genervt sind. Aber genau hier ist etwas falsch gelaufen, nicht der Hund, sondern wir entscheiden wann und wie viel Aufmerksamkeit er bekommt.

  • Alleine bleiben

Viele Hunde können nicht alleine bleiben. Deshalb ist es wichtig, dass wir dies gleich am Anfang der Erziehung üben. Hier reicht es aus wenn der Hund oder Welpe erstmal nur ein paar Minuten alleine ist, wenn wir zum Beispiel den Raum verlassen. Wenn dies gut klappt können wir die Dauer langsam erhöhen. Aber immer nur so weit, wie unser Hund alleine ruhig und entspannt bleibt.

  • Kein Kontakt an der Führleine

Die Leine soll dir und deinem Hund Sicherheit geben. So hast du mit ihr alles unter Kontrolle und dein Hund fühlt sich sicher sobald er angeleint ist. Was ist, wenn nun ein fremder Hund in diese sichere Umgebung eindringt? Richtig, dein Hund könnte das Vertrauen zur Leine und noch schlimmer, zu dir verlieren. Deshalb versuche neue Kontakte immer ohne Leine auf offener Fläche zu knüpfen.

  • So wenig wie möglich, so viel wie nötig

Da wir mit dem Training und der Kommunikation in das natürliche Verhalten unseres Hundes eingreifen, sollten wir versuchen von allem was wir machen nur das nötigste anzuwenden.

  • Gezielt und professionell Trainieren

Nimm dir für den Kommunikationsaufbau und das Training deines Hundes viel Zeit und strukturiere deinen Trainingsplan. Lerne etwas solange bis es auch zuverlässig klappt.

Grundkommandos für Welpen Welpen Kommandos

Kommando „Auf Namen hören“

Möchten wir, dass unser Welpe schnell auf seinen Namen hört können wir dies ganz leicht erreichen in dem wir wenn er nicht gerade mit etwas anderem beschäftigt ist, seinen Namen rufen. Schaut unser Welpe nun zu uns loben wir ihn ausgiebig. Dies können wir jedes Mal machen wenn wir uns mit ihm beschäftigen und jedes Mal folgt ein ausgiebiges loben. Was wir auf keinen Fall tun dürfen, ist mit ihm zu schimpfen und in dieser Verbindung seinen Namen nennen. Dann würde er seinen Namen mit etwas negativen Verbinden und jedes Mal denken, wenn wir ihn bei seinem Namen rufen, dass wir mit ihm schimpfen wollen. An dieser Stelle sei gesagt, dass es besser ist ihn einfach für ein paar Minuten zu ignorieren wenn er etwas angestellt hat.

Hier also nochmal eine kurze Zusammenfassung wie es uns gelingt, dass unser Welpe schnell auf seinen Namen hört

  • Seinen Namen rufen wenn er nicht abgelenkt ist
  • Schaut er zu uns loben wir ihn sofort ausgiebig um sein richtiges Verhalten zu bestätigen
  • Seinen Namen NIEMALS in Verbindung mit einer Maßregelung verwenden, stattdessen einfach für ein paar Minuten ignorieren
  • Später immer wieder zwischendurch, auch mit Ablenkung seinen Namen nennen und wie bei Punkt 2 vorgehen

Kommando ,,Hier oder Komm“

Sollten wir so weit sein, dass unser Welpe gut auf seinen Namen hört und zu uns schaut wenn wir ihn rufen, dann können wir das Ganze nun einen Schritt ausweiten. Natürlich sollten wir dabei immer bedenken, erst einmal in ruhiger Umgebung zu üben. Denn alles was unser Freund nun ohne Ablenkung lernt wird er schneller verinnerlichen und dann können wir den Schwierigkeitsgrad langsam erhöhen und keine Störfaktoren ins Training einbauen. Das Kommando ,,Hier“ oder ,,Komm“ lernt unser Welpe am einfachsten wenn er so wieso grade auf dem Weg zu uns ist, also machen wir uns dies ganz einfach zu nutze und jedes mal wenn unser kleiner auf uns zugelaufen kommt, sagen wir unser Kommando und loben ihn natürlich wieder ausgiebig. Das ganze üben wir zu Anfang natülich erst wieder in der Wohnung oder im Haus, wo möglichst wenig Ablenkung herrscht. Klappt das kommen auf Kommando schon gut, auch aus einem anderen Raum heraus, können wir die Schwierigkeit erhöhen und zum Beispiel in den Garten gehen. Wir sollten unseren Welpen diese Zeit gönnen die er braucht, denn nichts ist frustrierender als wenn eine Übung nicht den gewünschten Erfolg bringt. Klappt es draußen noch nicht mit dem Kommando, gehen wir wieder nach drinnen und üben dort bis es zuverlässig klappt.

Grundkommando „Sitz“

Das erste Kommando was unser Welpe in der Welpenerziehung lernt ist das „Sitz“ machen.

Hier würde ich wie folgt vorgehen.

  • Ich suche mir einen ruhigen Raum in dem ich für 5 Minuten ungestört mit meinem Welpen bin
  • Nun gehe ich vor meinem Welpen auf die Knie, in einer Hand habe ich bereits ein Leckerli, welches mein Welpe nicht sieht
  • Ich nehme nun diese Hand und führe sie verschlossen langsam über seinen Kopf bis sein Hinterteil in Richtung Boden geht und er sich hinsetzt.
  • Genau in diesem Moment gebe ich das Leckerli für ihn frei und verstärke die Belohnung mit einem Hörzeichen, in diesem Fall „Sitz“
  • Wichtig ist, dass beides genau in dem Moment passiert in dem unser Welpe das gewünschte Verhalten zeigt, wir geben die Belohnung erst frei wenn er sich wirklich hingesetzt hat!

Diese Übung wiederholen wir zwei oder dreimal, was völlig ausreicht und dann beenden wir die Übung damit sich unser Welpen ausruhen kann. Am besten wäre es, wenn wir nicht zu viele verschiedene Übungen an einem Tag üben damit der Welpe nicht überfordert wird. Zu Beginn reicht es wenn wir erstmal nur eine Sache lernen, wie zum Beispiel das „Sitz“, hieraus können wir dann später das „Platz“ ableiten wenn unser Welpe das erste Kommando Zuverlässig beherrscht.

[unbezahlte Werbung] Zusätzlich habe ich für dich dann noch ein Video von einer sehr erfahrenen Australian Shepherd Halterin. Ich finde ihre Videos wirklich super informativ und sehr gut erklärt. Sie hat 3 Australian Sheperds Namens Joy, Liv und Amy. Ihren Youtube Kanal findest du hier: https://www.youtube.com/channel/UCY6iPlvzG-i2qZ7qb4uHUVA

Nun wünsche ich dir viel Spaß beim Video. In diesem Video wird dir nochmal Schritt für Schritt erklärt wie man seinem Hund „Sitz & Platz“ beibringt. Du kannst diese beiden Videos also nutzen um deinem Welpen diese beiden Welpen Kommandos beizubringen. Das nächste Video findest du weiter unten, bei Kommando „Platz“.

Grundkommando „Platz“

Kann unser Welpe „Sitz“ machen einigermaßen ausführen lernen wir nun das nächste Kommando.

  • Nun bringen wir zu Beginn unseren Welpen in die „Sitz“ Position, welches wir aber noch NICHT belohnen, alternativ kann unser Welpe auch vor uns stehen
  • Jetzt haben wir wieder ein Leckerli in unserer geschlossener Hand und legen diese vor ihm auf den Boden
  • Unser Welpe wird natürlich versuchen an das Leckerli zu kommen und nun ziehen wir unsere Hand langsam von ihm weg damit er sich strecken muss
  • In dem Moment wo sich unser Welpe hinlegt, geben wir das Leckerli für ihn frei und verstärken die Belohnung mit dem Hörzeichen „Platz“

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